Rebel-Management-Training denkt nach!

Nadine Rebel

Zwischen Buchdeckeln und echter Stimme:

Ein Buch ist mehr als nur bedrucktes Papier

Ein Ohrensessel in einer Treppengalerie. Davor ein Hocker mit vielen Büchern. Auf dem Sessel ein Hexenhut.

Zuerst hatte ich es mit TikTok probiert. Eine äußerst frustrierende Erfahrung. Binnen einer Aufmerksamkeitsspanne von 2 Sekunden Feuer in den Köpfen der Rezipienten (m, w, d) zu entfachen, gelingt mir nicht. Ich kann auch nicht mit bahnbrechenden Neuigkeiten dienen, habe das Rad nicht neu erfunden und Skandale kann ich auch nicht bieten. Je mehr ich versucht habe, dem Algorithmus zu dienen, umso versklavter kam ich mir vor.


Und so habe ich mich mal wieder rebellisch dagegen entschieden. Manchmal braucht es im lauten, rastlosen Internet einfach ein bisschen mehr Mut zur Stille. In meinen Kopf sind Geschichten, Figuren, eigene Welten. Sie brauchen Zeit, Muse und jemand, der sie genießen und begleiten möchte. Aber wie soll man das in eine hektische, überschnelle Welt transportieren?

Ich bleibe Künstlerin. Kunst hat immer etwas mit Sinnlichkeit zu tun. Sinnlichkeit braucht Zeit. Ich möchte eine Zeitenbrücke bauen. Eine Brücke zu all jenen, die vielleicht lieber hören als lesen, oder die sich vor dem Kauf erst einmal ein Bild machen wollen – von der Geschichte selbst und von der Person, die hinter den Zeilen sitzt.


Ein virtuelles Wohnzimmer für meine Geschichten


Genau deshalb ist in den letzten Wochen mein neuer YouTube-Kanal entstanden. Kein anonymer Clip-Friedhof, sondern ein Ort der Begegnung. Für alle meine Belletristik-Bücher habe ich mir die Zeit genommen, ruhige, ehrliche und ungeschnittene Einblicke zu geben. Ich setze mich hin und lese vor – ganz pur, so wie ich bin.

Das Schöne daran: Der Kanal ist bereits bis weit in den Januar 2027 hinein im Voraus gefüllt. Zwei Videos pro Woche sorgen für einen verlässlichen Rhythmus, ohne in Hektik zu verfallen. Es ist ein Format, das mir leichtfällt, weil es echt ist.


Vom Buch zur Bühne: Ein Blick hinter die Kulissen


Dieser Kanal ist aber noch aus einem anderen Grund entstanden: Für kommende Lesungen.

Wer mich für eine Veranstaltung buchen möchte, soll nicht die Katze im Sack kaufen. Hier kann sich jeder ganz in Ruhe einen Eindruck davon verschaffen, ob ich „publikumstauglich“ bin. Man sieht mich beim Vorlesen – nicht mehr und nicht weniger. Dennoch, oder vielleicht gerade deswegen hoffe ich, dass der Funke überspringt


Eintritt frei


Wer also neugierig ist, wie Bittersüß wiegt das Herz, meine philosophischen Telefonate mit Seneca oder die Kolori-Reihe klingen, wenn ich sie vorlese, den lade ich herzlich ein, meinen Lesungen zu lauschen. Die Kulisse bleibt dabei immer fast schon langweilig unaufgeregt. Die Frau im Sessel.

Vielleicht ein Stück Ruhe, das virtuell transportiert werden kann. Vielleicht macht es Lust, mal wieder zu lesen. Welches Buch zu welchem Mensch passt, dass entscheidet dieser, wenn er den Kapiteln lauscht.



👉 Hier geht es direkt zum YouTube-Kanal und zu den ersten Lesungen

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